Der Tod jedes (Hobby-) Informatikers -> Reallife
Ich arbeite nun seit fast sechs Monate in den Niederlande. Und das fast täglich (fast deswegen weil ich auch meistens am Wochenende arbeite (Samstag – Sonntag)).
Und ich merke langsam an all meine Projekte, das ich kaum mehr Zeit habe für mich selber. Die Arbeit, die soziale Kontakte im Leben, wie auch die eigene Freundin lasten einen sehr aus. Zwar habe ich in den letzten sechs Monate so viel Geld verdient das ich selber schon die Übersicht verloren habe und deswegen mein Server schon meine Finanzen verwalten lasse (dazu irgendwann ein extra Artikel), weil ich selber schon gar nicht merke wie viel Geld ich eigentlich wöchentlich verdiene und ausgebe. Zum ersten mal in meinem Leben bin ich mehr als rundum glücklich.
Geld, Freundin, selbständig bzw (Finanziell-) unabhängig von allem sein – was wünscht man sich mehr?
Da stelle ich mir immer noch die Frage wieso es in NRW so viele Arbeitslose sind, und vor allem die Leute die an der Niederländische Grenze wohnen. Arbeiten in den Niederlanden bei einer “Uitzendbureau” (Arbeitsagentur), ist nicht nur sehr einfach zu realisieren sondern vor allem für die, die an der Grenze wohnen sehr rentabel.
Vorausgesetzt man kommt in die nächsten Phasen und man kommt in die richtige Firma – dann fließt das Geld einem nur hinterher. Dafür arbeitet man nicht im Büro, sondern (ggf schwer) körperlich und das auch nicht zu knapp (bis zu 14 Stunden am Tag).
Allerdings macht mir das auch sorgen. Denn ich suche immer noch (leider bis jetzt erfolglos (bis auf ein mal, doch da ging die Firma in Insolvenz noch bevor ich ein Tag dort arbeiten konnte…)) eine Ausbildungsstelle in Deutschland. Sollte ich jedoch eine finden, macht mir das finanzielle dann sorgen. Denn bei 99% der Ausbildungsstellen in Deutschland verdient man im dritten Jahr nicht viel mehr als 500 – 700€. Und in den zwei Jahren davor fange ich erst gar nicht an zu reden.
Und ich bin inzwischen 21 Jahre alt und bin auch kurz vor dem Auszug aus dem Elternhaus. Somit hätte ich eine Wohnung, ein Auto, die Freundin, und sonstiges zu unterhalten. Und das kriegt man nicht (ohne Hilfen vom Staat) so einfach in der Ausbildung hin.
Jedenfalls kämpfe ich weiter und bleibe am Ball und werde weiter suchen. Mal sehen was wird.
Durch “dieses ganze Reallife” geht aber leider alles andere flöten. So kann ich z.B SayIt so gut wie gar nicht mehr betreuen.
Es bleibt täglich nur wenig Zeit übrig für meine Sachen wie z.B Sayit. Bis auf einige Bugfixes, Freigaben von Nachrichten und Pflege kann ich z.B nichts neues für SayIt schreiben. Oder meinem Server. Er kriegt ebenfalls nur Bugfixes verpasst, wird auch nur gepflegt und die Logs werden ausgewertet bzw durchgelesen. Emails werden alle 3 Tage gecheckt (ja, so wenig Zeit habe ich).
Ehrlich gesagt vermisse ich die Zeit vor 6 Monate. Wo ich noch zur RAG Bildung (bvb) ging, dort meine 400€ kassiert habe, und den ganzen Tag zeit hatte mich um meine Sachen zu kümmern wie mein Blog, Server, SayIT, usw usf.
Doch so sehr wiederum auch nicht – des Geldes wegen ![]()
Somit ist ein Reallife der Tod für jeden (Hobby-) Informatikers. Denn man kommt zu nichts mehr was mit Informatik zutun hat. Es sei denn man hat im Beruf was mit PC’s zutun und einen Internetanschluss. Somit kann man all das auch auf der Arbeit erledigen (mal abgesehen davon das man mehr Zeit hat in den Berufen)
Das war mal wieder was von mir. Ich hoffe ich kann so bald wie möglich wieder mal was regelmäßiger posten.
-tomekk

















